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Lajin Paida Deutschland

Klassische Chinesische Selbstheilungsmethode

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Paida Methode

 

 

Wie werden Hände und Werkzeuge in Pai-Da benutzt?

 

Üblicherweise wird Pai-Da durch direktes Abklopfen von Körperteilen mit flachen Schlägen der Hände ausgeführt. Gelegentlich wird der indirekte oder hohle Schlag eingesetzt. Flaches Abklopfen stimuliert stärker und liefert deutliche Heilungsvorteile.

 

Um Beschwerden zu verringern setzt man gelegentlich den hohlen Schlag ein. Das heißt aber nicht, die Finger zur wölben und einen Hohlraum in der Handfläche zu bilden; stattdessen bildet man eine sehr flache Wölbung, indem man den Daumen dicht an die vier Finger führt, die zusammen und gerade bleiben. So ausgeführt, ist hohles Abklopfen im Grund immer noch eine Art flachen Abklopfens.

 

Um auf bestimmten Stellen die Stimulation zu verstärken kann der Handrücken, zumal die Knöchel der geschlossenen Finger zum Abklopfen gebraucht werden. Mit dem Handrücken erzeugt man einen größeren Abklopfeffekt, denn dieser Körperteil ist knochiger und hat hervortretende Knöchel und ist deshalb härter als die Handfläche.

 

Für bestimmte Stellen lassen sich die Fäuste gebrauchen. Zu ihnen gehören flei-schige Körperteile wie der Unterleib, die Hinterbacken, die Schenkel oder Teile, die nicht leicht mit der Handflache abzuklopfen sind wie Achselhöhle, den Schenkelansatz. Um den Eindringeffekt zu steigern oder das Abklopfgeräusch zu vermindern kann man auch die Faust statt der Handfläche einsetzen.

 

Beim Abklopfen größerer Bereiche wie der Ellbogeninnenseite oder der Vorderseite des Knies kann man die ganze Hand einsetzen, die aus Handfläche und Fingern besteht. Für kleinere Bereiche dürfen auch die Finger die Hauptarbeit des Abklopfens tun; dabei bleibt das Handgelenk locker und schwingt mit den Schlägen mit.

Für Bereiche, die man nicht mit den eigenen Händen erreicht oder die man nicht selbst kräftig genug abklopfen kann wie die Körperrückseite oder die Beine, kann man Werkzeuge wie Sohlen von Schuhen aus Tuch, hölzerne Stäbe, Steine oder weitere Werkzeuge aus Naturstoffen einsetzen.

 

Wie bestimmt man die Intensität des Abklopfens?

 

Es gibt zwei Arten des Abklopfens nach der Intensität, nämlich leichtes und kräf-tiges Abklopfen. Leichtes Abklopfen wird Wen-Pai und kräftiges Abklopfen Wu-Pei genannt.

 

Die Intensistät des Abklopfens bemisst sich nicht nach absoluten Standards; Wen-Pai und Wu-Pai sind also relative Begriffe. Dieselbe Intensität kann für eine Person Wu-Pai sein, aber Wen-Pai für eine andere. Folglich ist die Intensität, mit der Abklop-fen jeweils ausgeführt wird, durch das Alter des Patienten, dem Schweregrad der Krankheit, dem Körperteil, Umwelteinflüssen usw. festgelegt.

Wen-Pai und Wu-Pai sollten abwechselnd eingesetzt werden.

 

Als allgemeine Regel gilt: Mit geringer Intensität beginnen und sie bis zu großer stei¬gern. Niemals mit kräftigem Abklopfen beginnen! Die Schmerzempfindung ist am Anfang offensichtlich, nach einer Weile Abklopfen wird man weniger Schmerzen empfinden. Je größer die Intensität, desto mehr Schmerz wird man fühlen, aber solange der Schmerz erträglich bleibt, wird die Wirkung der Behandlung besser sein. Leichtes Abklopfen mag dieselbe Wirkung haben wie kräftiges, aber verlangt eine längere Behandlungszeit. Wenn ein einzelnes Körperteil mehr als eine Stunde abgeklopft wird, dann ist der Heilungseffekt größer.

 

Was ist von durch Abklopfen verursachtem Schmerz zu halten?

 

Wenn es keine Verstopfungen in den Meridianen gibt, wird kein Schmerz gefühlt. Schmerz hilft die Krankheit im Körper zu lokalisieren. Folglich ist „Schmerz“ die erste und wichtigste Diagnose. Wo man mehr Schmerz spürt, dort ist die Krankheit schwerwiegender.

 

Das Erleben von Schmerz ist der „Weg“ zur Heilung. Da das „Schmerz“-Erleben der Prozess ist, worin (positives) Yang zunimmt, ist es auch der Prozess, worin die Selbstheilungskraft aktiviert ist und der Körper seine eigene Medizin erzeugt. Dau-erhafter Schmerz bedeutet dauerhaftes Erzeugen von Medizin; deswegen solle man Pai-Da und La-Jin umso intensiver ausüben, je intensiver der Schmerz ist.

 

Der durch das Eindringen von Qi verursachte Schmerz ist verschieden vom Schmerz bei Schlägen und Stößen auf den Körper. Die Stärke des Qi ist wichtiger als die Intensität des Abklopfens, d. h., die Aufmerksamkeit sollte sich darauf richten, ob es genug Qi oder Qi-Durchdringung gibt. Bei der Erstanwendung von Pai-Da spürt man nur den Schmerz, der von den körperlichen Schlägen herrührt. Bei wachsender zeitlichen Ausdehnung von Pai-Da, mehr Erfahrung und besserer innerer Aufnahme wird das Qi in unserem Körper zunehmend ausreichen und die Eindringkraft von Qi wird stärker. Im Ergebnis wird der Schmerz in den beklopften Partien abnehmen und die Wirksamkeit von Pai-Da zunehmen.

 

Schmerz“ stimuliert in großem Maße den „Willen“ in unserem Herzen oder Geist und verwandelt sie mächtig. Ändert sich erst einmal der Wille, wandelt sich die Schmerzwahrnehmung von etwas Furchterregendem in ein Mittel gegen Krankhei-ten; sie wird zu einem positiven, begeisterndem Gefühl. So wird sich unsere Fä-higkeit Schmerzen zu ertragen auf der Stelle verbessern und Schmerz wird nicht mehr als ein Feind oder der Teufel angesehen, sondern als ein Geschenk, ein Heil-mittel, gar als Freund und Lehrer.

 

„Schmerz“ ist für uns im physischen Sinn nicht erwünscht; man muss sich daran ge-wöhnen. Folglich sollte man Pai-Da mit schrittweise wachsender Intensität und Dauer praktiziert werden. Besonderns bei älteren, gebrechlichen oder schwer kran¬ken Personen sollten Stärke und Dauer langsam gesteigert werden. Der Vorteil kräftigen Abklopfens liegt darin, dass es schneller zu heilen vermag. Wenn jedoch leichtes Abklopfen genügend lange dauert, kann es krankes Qi erreichen, das tief im Körper liegt, ist also wirksamer beim Behandeln kritischer oder chronischer Erkrankungen.

 

 

Wie bestimmt man Abklopfstellen?

 

Allgemeine Positionen

 

Theoretisch können alle Teile des Körpers abgeklopft werden. Um jedoch die Wirksamkeit zu erhöhen, suchen Leute, die Abklopfen anwenden wollen, nach Schlüssel-Positionen, die mit ihren Erkrankungen verbunden sind. So wird folgende Frage am häufigsten gestellt: „Welches Teil meines Körpers soll ich abklopfen um mei-ne Krankheit zu heilen?“. Weil jede Krankheiten das Ergebnis verstopfter Meridiane ist, werden sie auf der Stelle geheilt ,wenn die Meridiane freigemacht sind. Die Leute werden dann fragen: „Welche Meridiane sind in meinem Fall verstopft?“

 

Alle Krankheiten haben ihren Ursprung in der Verstopfung der 12 Standard-Meri-diane und der Ren- und Du-Sondermeridiane. Daher lassen sich alle Krankheiten durch Freimachen dieser 14 Meridiane behandeln, Allgemeine Positionen sind die Schlüssel-Positionen, die man am häufigsten abklopft, da sie die erwähnten 14 Meridiane abdecken; sie können die ersten Positionen sein, die man abklopft um jedwede Krankheit zu behandeln. So fungiert das Abklopfen der allgemeinen Positionen als „Flächenbombardement“ für alle Meridiane über den ganzen Körper.

 

 

Die vier allgemeinen Positionen (mit insgesamt acht Stellen) sind folgende:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als allgemeine Positionen sind sie also nützlich um alle Krankheiten durch Pai-Da zu behandeln; zusätzliche Positionen können gegebenenfalls hinzugenommen wer-den. Nichtsdestoweniger ist die Effizienz mit dem Rundum-Abklopfen besser, d. h., je mehr Positionen abgeklopft werden, desto besser. Das heißt nicht, alle Positionen kurz während einer Sitzung abzuklopfen, stattdessen ist jede Position gründlich abzu-klopfen, ehe man zu einer anderen Position übergeht.

 

Wichtige und beachtenswerte Punkte:

 

Beim Abklopfen von Ellbogen oder Knien ist jede einzelne Seite gründlich abzuklopfen, also Vorder-, Rück-, linke und rechte Seite der Position.

 

Beim Abklopfen des Handrückens legt man am besten die Handfläche aufs Knie und klopft den Rücken und die Finger mit der Fläche der anderen Hand ab.

 

Beim Abklopfen der Füße muss man die Innen- und die Außenseiten des Sprung-gelenks gründlich abklopfen.

 

 

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